Die Winzerei Ringhofer/Pairits | Blaufränkisch Steingraben Salvatore 2012

  

Ihre Namen sind Harald Pairits und Werner Ringhofer und das ist ihre Geschichte...

 

Sie besitzen kein mit hochmoderner Technik gespicktes Designer-Weingut aus Stahl, Beton und Glas. Sie haben keine 40 Hektar Weingärten geerbt. Ihr Betrieb zählt nicht seit 30 Jahren zur österreichischen Spitze. Sie lassen derzeit ihre Weine auch nicht von Falstaff bewerten. Ach ja: Hari ist Tontechniker. Werner Jurist.

 

Verdammt ungewöhnliche Geschichte? Eben eine echte Weingeschichte, wie wir sie lieben...

 

Werner und Hari machen nebenberuflich jedes Jahr einige, wenige Tausend Flaschen Wein im alten Keller der ehemaligen Winzergenossenschaft Großhöflein. Die beiden haben deren doch einigermaßen in die Jahre gekommene Infrastruktur vor mehr als zehn Jahren übernommen und verbessern seit dieser Zeit mit viel Talent und einer riesen Portion Leidenschaft jedes Jahr ihre Weine. Mit Ausnahme der Weinzeitschrift Vinaria ist bisher fast niemandem aufgefallen, dass Hari und Werner mittlerweile herausragende und sehr individuelle Weine herstellen. Wir sprechen hier heute also über einen absoluten Geheimtipp. 

 

Einer der Winzerei-Weine wurde sogar zu unserem Hochzeitswein:

Der Blaufränkisch Salvatore kommt aus einem bereits !1927! gepflanzten, also uralten, Weingarten der Lage Steingraben in Zemendorf und ist jedes Jahr ein äußerst individueller Wein. Abgesehen von den alten Rebstöcken macht den Salvatore die Tatsache so einzigartig, dass er von „alten“ BF Klonen stammt. Es wurden in den letzten Jahrzehnten immer "bessere" Selektionen von Blaufränkischreben gezüchtet. Diese führen zu kräftigeren, dickschaligeren Trauben, welche auch mehr Zucker und Tannin enthalten und sich durch eine kräftigere Farbe im Wein kennzeichnen. Sehr vieles (fast alles) von dem, was wir an Blaufränkisch heute zu trinken bekommen, stammt aus diesen „neuen“ Selektionen/Klonen, die einem bestimmten Weinideal nacheifern... die Reben des Salvatore stammen aus einer ganz anderen Zeit. Ursprünglichkeit zeichnet diesen Wein somit aus. Eine Weinwerdung mit möglichst wenig Eingriffen und Spontanvergärung, sowie ein zurückhaltender Holzeinsatz sind für die Winzerei und den Salvatore charakteristisch.

 

Wir haben eine Blaufränkisch-Stilistik, wie sie der Salvatore in den Jahren 2011 und 2012 (die beiden Jahrgänge kennen wir am Besten) aufweist, bisher nur bei der Winzerei erlebt. Einzigartig! Die alten Reben bringen im Jahrgang 2012 einen enorm fruchtigen Rotwein hervor (2011 ist in diesem Fall der mineralischere Jahrgang gewesen). Der Salvatore 12 zeigt Nuancen von Brombeere, Cassis und Hagebutte, aber mit Luft  auch die aus unserer Sicht für diesen Wein so typische Graphit-Note (wer erinnert sich noch an den Geruch, wenn man einen Bleistift spitzt?). Feine Tannine und moderate Säure. Vermutlich auch Dank der ungewöhnlich langen Lagerung im Weingut (2012 ist der aktuelle Jahrgang - andere Weingüter bringen derzeit 2015er Weine auf den Markt), ist der Salvatore 2012 heute bereits perfekt trinkbar.

Jedes Jahr gibt es maximal 1.500 Flaschen dieses raren Weines aus dem kleinen Weingarten, der bereits lange im Familienbesitz ist und wir sind äußerst glücklich, dass wir für Weingeschichten einige Flaschen ergattern konnten.

 

  

Land: Österreich
Weingebiet: Neusiedlersee-Hügelland
Rebsorte: Blaufränkisch
Jahrgang: 2012
Alkoholgehalt: 13 %

9,50 €

  • 3 - 5 Tage Lieferzeit